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Standpunkte
11.08.2017 | Witten
Leserbrief zum Thema: Neubau eines Hotels am Kemnader See
Sehr geehrte Damen und Herren,
leider kann ich den Optimismus zum Bau eines neuen Hotels am Kemnader See so nicht teilen. Als ebenfalls anwesender Stellvertreter für die Stadt Witten bei der Sitzung des Planungsverbandes am vergangenen Donnerstag, haben sich mir und der CDU Fraktion zu dem geplanten Bau leider mehr Fragen als Antworten ergeben.
Witten -

Mal ganz davon abgesehen, dass es noch überhaupt keinen Interessenten bzw. Investor mit konkreten Plänen für die Fläche nahe dem Feizeitbad Kemnade gibt, so wiedersprachen sich auch die Ansichten des Freizeitzentrums Kemnade (FZK) und Vorlage der Stadt Bochum über die Ziele desBebauungsplans.

Während sich das FZK Synergien eines Radfahrerhotels mit dem Freizeitbad erhofft, wünscht sich die Stadt Bochum eher ein modernes 3-4 Sterne Tagungshotel. Beide Seiten mussten zugeben, dass das
anvisierte Segment eher klein ist, was eine Investorensuche erheblich erschwert.

Mir stellen sich aus Wittener Sicht aber noch weitere Fragen:
Warum wird gerade jetzt –ohne drängenden Investor- ein B-Planverfahren angeschoben? Denn im 1km Luftlinie entfernten Haus Herbede gibt es seit Monaten keinen Fortschritt bei der Pächtersuche. Auch hier waren Hotelbetten für Radfahrer angedacht. Auch hier sollten Feiern und Tagungen mit zum Programm zählen.

Die zweite große Baustelle des Freizeitzentrums ist der Verkehr. Gerade an Wochenenden oder bei Veranstaltungen ist das Verkehrsleitkonzept überfordert. Warum wird also ein weiteres Objekt geplant, ohne die Verkehrsproblematik gelöst zu haben?

Völlig unverständlich finde ich die Haltung der Wittener Stadtmarketingsleitung. Frau Nowack sollte sich für die Wittener Belange stark machen und nicht eine Hotelansiedlung auf Bochumer Stadtgebiet gutheißen. Es ist naiv zu glauben, dass die Bochumer Hotelgäste den Weg nach Witten suchen würden. Die meisten Ruhrtalradler z.B. fahren nämlich von der Quelle zur Mündung und nicht umgekehrt.

Die Wittener CDU wünscht sich mehr Übernachtungsgäste auf Wittener Stadtgebiet. Vor allem entlang des Ruhrtalradweges gibt es da derzeit nicht viele Möglichkeiten. Zwischen Zweibrücker Hof in Herdecke und dann am neuen Stauseehotel, würde Witten (mal wieder) außen vor bleiben.

Den Ansichten einiger Gastronomen kann ich mich in dem Punkt anschließen: Ein Tauchsportcenter auf Wittener Gebiet bringt uns als Stadt deutlich mehr, als ein Hotel in der Nachbarschaft!
Daher ist die erfolgte Vertagung des Vorhabens in die Ausschüsse der umliegenden Städte der richtige Schritt gewesen, um eine fundierte Entscheidung für Witten treffen zu können.


Mit freundlichen Grüßen

Tobias Grunwald
(Ratsherr für die CDU Witten und
Mitglied Ausschuss für Stadtentwicklung und Umweltschutz)
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